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filmreif - Ein oscarreifes Konzert

 

Das Erlebnis „Oscar-Verleihung“ begann schon mit dem Betreten der Halle. Während die Gäste auf einem roten Teppich auf einen in gleisendes Licht getauchten Fotopunkt zusteuerten, drang ihnen auch schon der Duft von frisch gebranntem Popcorn entgegen. Dort angekommen, bot sich die Chance auf ein Foto. Ute und Jürgen Eberspächer waren sowohl Fotografin und Fotograf als auch Animateur für die ankommenden Gäste. Am Treppenaufgang und in der Halle schufen als Mumien verkleidete Kerzenlichter und viele, viele Kinoplakate einen ersten Eindruck, was die Gäste konzertant zu erwarten hatten.

DSC 0225 2Mit der monumentalen Filmmusik zu „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ startete das Orchester des Vereins in den Abend. Die Musik aus der Kategorie Fantasy beschreibt das von Kriegen erschütterte China in der Zeit um 220 vor Christus. Weiter ging es mit „Mars“ aus Gustav Holsts Werk „Die Planeten“. In einem für die Musiker anstrengenden und ungewohnten 5/4-Takt beschrieb Holst in seinem Werk die Vorahnung des ersten Weltkriegs – Musik, die vor diesem Hintergrund durchaus unter die Haut gehen kann.

Mit dem „Largo“ aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel stand anschließend ein Klassiker auf dem Programm. Das ruhig vorgetragene Stück gilt als DAS sentimentale Trauerlied des 19. Und halben 20. Jahrhunderts. Mit der Filmmusik zu „Moby Dick“ kam dann wieder mehr Dynamik in die Halle. Ruhige und langsame Passagen wechseln sich ab mit lauten und treibenden Klängen.

OchresterDie Filmmusik begleitet die Geschichte von Kapitän Ahab, der nur ein Ziel hat, nämlich den Wal Moby Dick zu töten, wegen dem er ein Bein verlor. Es folgte „Verrückt nach Cartoons“, indem die Begleitmusik, zu Trickfilmen verarbeitet wurde. Die Zuhörer fühlten sich regelrecht in einen Walt Disney-Film hineingezogen: Schräge Klänge wechselten sich ab mit Vogelgezwitscher und spitzen Schreien.

Mit „Die glorreichen Sieben“ kamen die Westernfans auf ihre Kosten. Die monumentale Filmmusik der Westernfilme aus den 60er Jahren durfte in diesem Konzert natürlich nicht fehlen. Weiter ging es mit der Filmmusik zu „Das Leben ist schön“, einer Tragikomödie aus dem Jahr 1997. Der Film spielt am Rande des zweiten Weltkriegs und erzählt von einer jüdischen Familie, die unter dem Regime der Nationalsozialisten leidet. Die schweren Tangoklänge des Werks unterstreichen die Tragik dieser Zeit. Ebenfalls ein schwermütiges Bild zeichnete die darauf folgende Musik zum Film „Rampenlicht“. Es wurde von keinem geringeren geschrieben als Charlie Chaplin. Darüber hinaus führte er bei diesem Film Regie, schrieb das Drehbuch, produzierte und spielte selbst in einer Hauptrolle mit. Die Handlung wird durch melancholische Klänge unterstrichen. Den Abschluss bildete ein Arrangement verschiedener Titel aus Walt Disney-Produktionen.

JuOrchAuch das Jugendorchester trug wesentlich zum Gelingen des tollen Konzertabends bei. Es entführte die Besucher mit dem Stück „Siyahamba“ musikalisch in die weiten Landschaften Afrikas. Die kleine musikalische Weltreise setzten die Jungmusiker fort mit einem Calypso, der die Klänge der Karibik in die Halle zauberte. Die gemeinsame Zugabe von Jugendorchester und Orchester verband die musikalische Weltreise des Jugendorchesters wieder mit dem Thema Filmmusik: Es war der Marsch „Colonel Bogey“ aus dem Film „Die Brücke am Kwai“.